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26d 9hDEBassenge

Tuaillon, Louis – Herkules bändigt den erymanthischen Eber

Tuaillon, Louis – Herkules bändigt den erymanthischen Eber

Herkules bändigt den erymanthischen Eber. Bronze, dunkel- und hellbraun patiniert. Höhe 49 cm. Hinten auf der Plinthe die Stempelsignatur "L. Tuaillon" und der Gießerstempel "M P u [ligiert]" von Martin & Piltzing, Berlin. (Entwurf 1899/1900, Frühguss um 1901). Die Plastik des Herkules gehört zu den bedeutendsten Werken des Berliner Begas-Schülers Louis Tuaillon. Sie markiert dessen Abwendung von der ruhigen, strengen Formensprache der Schule Adolf von Hildebrands zugunsten malerischer Tendenzen und aufgelockerter Modellierung nach Rodins Vorbild. Der Entwurf entstand 1899/1900 in Rom und war das Siegermodell eines Wettbewerbs für eine lebensgroße Bronzeplastik in der Eingangshalle der Berliner Nationalgalerie, die allerdings erst nach Tuaillons Tod auf Bestreben der Nachfahren gegossen und 1967 auf dem Lützowplatz in Berlin aufgestellt wurde. Den ersten Bronzeguss nach dem Wettbewerbsmodell fertigte Tuaillon 1901 noch in Rom (Leihgabe in der Kunsthalle Bremen); weitere Frühgüsse befinden sich u.a. in der Nationalgalerie in Berlin und im Wallraf-Richartz-Museum in Köln. Tuaillon stellte die Arbeit erstmals 1902 auf der Berliner Secession unter dem Titel "Herkules mit dem Eber" aus. Literatur: Gert-Dieter Ulferts: Louis Tuaillon (1862-1919). Berliner Bildhauerei zwischen Tradition und Moderne, zugl. Diss. Göttingen 1987, Berlin 1993, WVZ-Nr. 21.

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